73 Prozent aller Hamburgerinnen und Hamburger haben Angst, wenn sie in einer U- oder S-Bahn fahren. Dies ging aus einer Umfrage hervor, die im Auftrag von Radio Hamburg und Oldie 95 getätigt wurde. Dies dürfte unter anderem eine Folge der Gewaltakte sein, die vor allem von Jugendlichen verübt werden. Der Senat hat sich wiederholt mit dieser Thematik befasst. Sicherheitsleute brächten wenig, ging aus einem Votum des Innensenators Christoph Ahlhaus hervor: “Wir müssen an die Ursachen”. Auch Verkehrssenatorin Anua Heiduk hat, wie sie Radio Hamburg verriet, Verständnis für die Angst.
Damit hat er sicher recht. Aber so lange die Statistik der Gewaltakte in der Hansestadt bedrohlich hohe Zahlen erreicht beruhigt das wenig. Und noch weniger beruhigt es, wenn es Situationen gibt wie jene, die wir heute, am 9. Juni 2010, erlebten: In der S-Bahn, die mittags vom Jungfernstieg in Richtung Altona und Pinneberg fuhr, hatten viele Menschen Platz genommen. Da trat eine Dreiergruppe ein, eine jüngere Frau und zwei Männer. Alle mit finsterer Miene, die Männer ausgesprochen viel Feindseligkeit und Arroganz auf dem Gesicht. Richtige Schlägertypen, mochten einige denken. Die beiden Männer schritten selbstbewusst und mit harter Visage durch den Wagen. Da erklärte die Frau mit überraschender Freundlichkeit: “Fahrausweiskontrolle, Ihre Fahrausweise bitte!” Wie erlösend …





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