1870 wurde er nicht weit entfernt, in Wedel, vor den Grenzen Hamburgs, geboren. Seit 1962 ist eine Vielzahl seiner Werke im wunderschönen Barlach-Haus zu sehen, in Nachbarschaft zum Jenisch-Haus. Der Zigarettenindustrielle Hermann F. Reemtsma war von Barlach so beeindruckt, dass er von ihm zu erwerben und zu sammeln begann. Darauf gab Reemtsma im Barlach-Haus die Sammlung für eine breite Öffentlichkeit frei.
Nicht nur seine Holzplastiken, Bronzen und Keramikarbeiten kann man hier in grosszügiger Ruhe geniessen, man kann sich auch in seine Dichtkunst vertiefen. Ein Haus zum Stillsein und zum Sichvertiefen, etwa vor dem “Fries der Lauschenden” oder anderen bekannten Skulpturen.
Natürlich sind sie da, der “Berserker” von 1910 in Nussbaum, der bekannte “Rächer” von 1922 in Lindenholz, und andächtig mag man das Schwungvolle und Umschlossene seiner bedächtigen Gestalten nachempfinden, welche die umtriebigen Nazi provoziert haben müssen. Von diesen wurde Barlach unterdrückt und mit Ausstellungsverboten belegt, die Nazi haben sogar einzelne seiner Werke zerstört. 1938 ist Barlach in Rostock gestorben, begraben liegt er in Ratzeburg.
Reemtsma starb 1961, heute betreut die Stiftung Hermann F. Reemtsma die Sammlung. Auf deren Website erfährt man mehr über Führungen, Vorträge und auch Konzerte. Das Barlach-Haus erreicht man am besten “von oben her”, von der S-Bahnstation Klein-Flottbeck. Geöffnet ist es von Dienstag bis Sonntag.
Längst ist auch die Ernst Barlach Gesellschaft in Hamburg tätig, sie organisiert Ausstellungen.





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