Überaus sympathisch hat sich die Schweiz als Gastland am 820. Hafengeburtstag in Hamburg präsentiert, und so wurde sie auch wahrgenommen. Vielleicht am spektakulärsten – neben der umstrittenen Flugshow - waren das sensationelle Top Secret Drum Corps aus Basel. Die coolen Burschen waren auch immer für Gespräche zu haben, und sie genossen selber ihren Hamburgbesuch.
Gut besucht waren die Stände an der Kehrwiederspitze, so auch jener von Schweiz Tourismus. Dass Lindt-Schokolade immer Andrang und die Freitag-Taschen Neugier auslösen, ist ja klar. Etwas schwieriger war die Situation für den Solar-Katamaran, von dem ja nur ein Modell zu sehen war. Bald wird der Katamaran mit einer Erdumrundung für Aufsehen sorgen. Uhren stiessen eher auf Interesse, die Schweizer Marken sind allerdings in Hamburg ohnehin in guten Geschäften dauernd vertreten.
Dazu Käse, sehr viel Käse, erfreulicherweise als Kostproben zu haben. Die Appenzeller sind vortrefflich gelandet. Ueli-Bier war für hartgesottene norddeutsche Bierkenner eher ein schwieriges Thema, kaum einer wird von seinem Jever oder Astra oder Duckstein abweichen wollen.
Über 70 Engadiner Nusstorten sollen die Auslandschweizer-Frauen gebacken haben. Das war hervorragende Spitzenqualität, verehrte Damen, sowas Feines kriegt man selbst in St. Moritz nicht jeden Tag!
Apropos Moritz: Bundesrat Leuenbergers Rede war ehrlich und verbindend zugleich, vor allem aber war sie witzig, so dass sie sehr gut in die Festatmosphäre hineinpasste. “Die Schweiz liegt am Meer” – eine recht anregende Interpretation des Verhältnisses zwischen dem Alpenland und der Hansestadt. Bei Generalkonsul Walter Kägi wird wohl etwas Wehmut aufgekommen sein – in einem Jahr wird er nicht mehr in Hamburg sein, schon dieses Jahr wird das Generalkonsulat am Rathausmarkt geschlossen.





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