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Notizen und Bilder zur Freien und Hansestadt Hamburg – By Ronald Roggen

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Schweizer Empfang und Abschied in Hamburg

April 9th, 2009 · 2 Kommentare

Thomas Casura informierte persönlich und anschaulichAb Herbst 2009 gibt es in der Freien und Hansestadt Hamburg leider kein Schweizer Generalkonsulat mehr – fortan werden sich alle Auslandschweizerinnen und -schweizer an Berlin wenden müssen, wenn sie Support brauchen. Also ein Abschied aus Hamburg.

Höchste Zeit also für die Schweizer HFW-Studierenden der European Business School in Thun, bei ihrem Hamburgbesuch den Kontakt noch zu suchen. Und er sagte zu, Konsul Thomas Casura, der nach Schliessung des Generalkonsulates nach La Paz gehen wird. Casura sagte für ein Gespräch zu, das der Studentengruppe den Einstieg in die Freie und Hansestadt an der Elbe erleichtern sollte. Gleichzeitig war damit die Möglichkeit gegeben, über die Wirtschaft in Hamburg ganz allgemein, über die Verbindung mit Schweizer Unternehmen und über einen Grossanlass zu informieren: den Hafengeburtstag. Dieses Fest findet vom 8. bis 10. Mai statt und die Schweiz ist Gastland. Unternehmen wie Freitag sind natürlich dabei.

Der prachtvolle Ort, wohin zum Gespräch mit Konsul Casura eingeladen wurde: im ersten Stock des Clubhauses der Rudergemeinschaft Hansa, direkt an der Aussenalster! Zum Abschied also auch eine herzliche Begrüssung durch den Schweizer Konsul und Stellvertretenden Generalkonsul in der Hansestadt – auf sehr sympathische, weil persönliche Art präsentiert. Das Berufsfeld der diplomatisch-konsularischen Tätigkeit auf einem Aussenposten bringt starke Impulse, beruflich, aber auch für die Familie, auch wenn sie es naturgemäss nicht leicht hat, Beziehungen über einen vierjährigen Aufenthalt hinaus zu sichern. Konsul Casura wird nach La Paz wegziehen – das ist kein harmloser Katzensprung.

Konsularisch: Das Generalkonsulat erfüllt ausser Formalitäten (Visa und dergleichen) auch unterstützende Funktionen, wenn etwa einem Schweizer im Ausland alle Papiere und Bankkarten abhanden gekommen sind.

Schweizerfahne gegenüber dem Hamburger RathausDiplomatisch: Es war interessant zu hören, dass sich Diplomatie auf Zeit hinaus zu bewähren hat, deshalb sind Feuerwerke, die nicht durchgehalten werden können, weniger sinnvoll als eher zurückhaltende Aktivitäten. Diplomatie muss sich nicht nur in die Aussenpolitik des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA einordnen, sondern auch in die konzeptionellen Vorgaben des Schweizer Botschafters in Berlin.

Aus den Ausführungen Konsul Casuras konnte man schlussfolgern: Die politischen Geschäfte – extravertierter Teil der Arbeit – erfolgen stufengerecht, einerseits auf regionaler Ebene, andererseits auf staatlicher Ebene. Monitoring meint den introvertierten Teil der Aufgaben: aufnehmen, was in Deutschland geschieht, was gesagt wird und wie man reagiert.

Wichtig für die Studierenden der European Business School: Das Generalkonsulat ist engagiert bei der Vernetzung wirtschaftlicher Schweizer Exponenten in den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen. Das impliziert nicht nur Kontakte, sondern auch Geschäftsverbindungen und gemeinsame Projekte. Hier ist gewöhnlicherweise auch der Honorarkonsul sinnvoll eingesetzt. Mehr über die Dienstleistungen der Vertretungen im Ausland auf der Website des EDA.

Das Feedback der Studierenden liess keine Zweifel offen: Die Präsentation und die anregende Diskussion waren für alle klar ein Gewinn. Erster Pluspunkt einer Studienreise mit sehr dichtem Programm.

Tags: Institutionen

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