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Notizen und Bilder zur Freien und Hansestadt Hamburg – By Ronald Roggen

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Energie-Campus Bergedorf

März 3rd, 2014 · Kommentare

Olaf Scholz, Hamburgs Erster Bürgermeister, hat die Grundsteinlegung für den Energie-Campus Bergedorf für einen energiepolitischen Tour dhorizon genutzt.

In Deutschland besteht ein breiter Konsens in der Gesellschaft, dass, so schnell es geht, eine Energieversorgung ohne Atomkraftnutzung und mit immer weniger Einsatz fossiler Brennstoffe angestrebt werden soll. Also gehört der Ausbau der Regenerativen erstens forciert, und zweitens den veränderten Spielräumen angepasst – unter der neuen Bundesregierung verändert zum Positiven. Der Norden hat dabei eine tragende Rolle zu spielen und wenn nötig, muss er sich die neu erkämpfen.

Das neue Gebäude wird das Herzstück – Forscher lieben ja Abkürzungen, genauso wie Politiker – das Herzstück des CC4E. Das lässt sich ein bisschen schneller aussprechen als Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz. Mir persönlich gefällt auch „Silicon Valley für Erneuerbare Energien“, wie Professor Dr. Beba es nennt. Neuland sind intelligente Stromnetze oder Smart Grids. Neu sind Speichertechnologien, die dafür sorgen, dass der produzierte Windstrom vollständig in der Steckdose landet und die Belastung der Stromnetze reduziert wird. Solche technischen Lösungen zu entwickeln, ist das Ziel des Energie-Campus.

In dem Windlabor soll erforscht werden, wie sich Ausfälle bei der Stromproduktion verhindern lassen und wie die Zuverlässigkeit von Anlagen erhöht werden kann. Die Daten liefert das Windlabor direkt an den angeschlossenen Energie-Campus. Damit Forschende und Studenten jederzeit Zugang haben, muss sich das Windlabor in unmittelbarer Nähe des Campus befinden.

Dabei soll der Energie-Campus auch mit anderen Hamburger Hochschulen zusammenarbeiten. Das wird den Wissenschaftsstandort Hamburg stärken. Er soll außerdem die Ansiedlung von Unternehmen in der Branche unterstützen, mit ihnen im Bereich der Erneuerbaren Energien kooperieren und dabei helfen, aus Innovationen marktfähige Produkte zu machen. All das wird mit einem hohen Nutzen für die Allgemeinheit verbunden sein – angefangen bei neuen qualifizierten Arbeitsplätzen in der Industrie, aber auch im Handwerk, bis hin zur Einführung der schon genannten intelligenten Stromnetze.

Die Erneuerbaren Energien sind ein Beschäftigungsmotor. Mit gut 14.500 Arbeitsplätzen in circa 780 Unternehmen hat die Branche schon jetzt für den Wirtschaftsstandort Hamburg eine wichtige Bedeutung. In der Metropolregion Hamburg sind sogar schon gut 24.500 Personen in knapp 1.500 Unternehmen in diesem Bereich beschäftigt. Schon jetzt zeichnet sich in einigen Teilen der Windenergie-Branche ein Fachkräftemangel ab, vor allem im Bereich Service und Wartung, aber auch im Bereich Forschung und Entwicklung.

Die Freie und Hansestadt Hamburg unterstützt das 7,5-Millionen-Euro-Projekt mit rund 3,9 Millionen. Die Restsumme von 3,6 Millionen stammt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Weltweit wird der Energieverbrauch weiter deutlich steigen, so die Prognose der Internationalen Energieagentur und der eigenen Alltagslogik. Daran kann die Energiewende in Deutschland wenig ändern. Aber von welcher Energie wir reden, ist wichtiger denn je. Das Cluster „Erneuerbare Energien“ in Hamburg, zu dem auch der Energie-Campus gehören wird, kann Lösungen entwickeln, die weit über diese Stadt hinaus gefragt sind.

[Auszug aus dem Wortlaut der Rede vom 24.2.2014]

Tags: Allgemein

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