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Notizen und Bilder zur Freien und Hansestadt Hamburg – By Ronald Roggen

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Gorch Fock – der Dichter von Finkenwerder

März 30th, 2011 · Kommentare

Eigentlich hiess er Johann Kinau, doch berühmt wurde er als Gorch Fock. Und er wuchs in Hamburg auf. Genauer: auf der Insel Finkenwerder, wo noch heute das Haus seiner Eltern steht. Hier verlebte der spätere Dichter seine Jugend, mit seinen Eltern Heinrich und Metta Kinau.  Wenn Gorch Fock jetzt aus dem Haus träte, sähe er die Airbus-Betriebe vor der Nase.

Es zog ihn zuerst zu verschiedenen Buchhalterstellen in Bremen, Halle und dann Hamburg. Er kam zur Hamburg-Amerika-Linie und begann plattdeutsche Texte zu verfassen. Es waren volkstümliche Erzählungen und Gedichte. Sie wurden in Büchern zusammengefasst: “Schullengriper un Tungenknieper” 1910, “Hein Godewind” 1911, “Hamborger Janmaten” 1913 und “Fahrensleute” 1914. 1913 erschien “Seefahrt ist not”, wohl sein bekanntestes Werk, ein hochdeutscher Roman mit plattdeutschem Dialog. Er beschrieb das Leben der Hochseefischer. Dazu kamen die Einakter “Cilli Cohrs” und “Doggerbank”.

Doch es folgten dramatische Zeiten. 1914 brach der Erste Weltkrieg aus, ein Jahr später wurde Fock zur Infanterie eingezogen. Er beantragte den Wechsel zur Marine, und so kam es auch, verhängnisvollerweise. Denn am 31. Mai starb Fock in der Seeschlacht vor dem Skagerrak. Der Kreuzer “Wiesbaden”, auf dem er Dienst tat, war einer der grossen Verluste der deutschen Flotte, die insgesamt 2551 Mann verlor. Die Briten verloren 6094 Mann.

Tags: Menschen

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